Musikverein Oggersheim 1975 e. V.

Geschichte
     
Am 12. Juli 1975 wurde in der Gaststätte "Zum deutschen Michel" mit 16 Personen der Musikverein gegründet. Edgar Berger wurde einstimmig als 1. Vorsitzender gewählt. Reinhard Langohr wurde als Schriftführer und Erich Roht wurde zum Kassenwart gewählt. Der erste Auftritt im Herbst 1975 wurde nur mit Fanfaren, Trompeten und Trommeln bestritten. Mit einer Sammelaktion aufgrund des Instrumentennotstand wurde der Verein in Oggersheim populär, so daß wir mit Ende des Jahres 1975 genau 31 Mitglieder verzeichnen konnten.



Im September 1976 veranstalteten wir in der Festhalle Oggersheim unser erstes Freundschaftstreffen, das mit 13 Musikzügen ein riesen Erfolg war.Durch unseren 2. Vorsitzenden Erich Diehm erhielten wir ein Adresse eines französichen Vereins, den wir umgehend zu unserem Musikfest einluden. Nach einer spontanen Zusage der "Union de Woippy" hatten wir unseren ersten Kontakt ins benachbarte Ausland geknüpft. Zum Jahresende 1976 verzeichneten wir 54 Mitglieder.



Im Mai 1977 fuhren wir das erste Mal zu unseren französischen Freunden nach Woippy. Durch Eigeninitiative zweier älterer passiver Mitglieder, Frau Emilie Berger und Frau Elsa Ressel, die unsere Uniform nähten, konnten wir in Frankreich das erste Mal einheitlich auftreten. 1977 wurden wir außerdem in das Vereinsregister des Amtsgericht Ludwigshafen eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt waren Edgar Berger, Karlheinz Daeuwel, Erich Roth und Reinhard Langohr in der Vorstandschaft vertreten. Auch in diesem Jahr veranstalteten wir ein Freundschaftstreffen, das von 16 Musikzügen besucht worden ist. 1977 konnten wir unseren Mitgliederstand auf 99 erhöhen.



1978 bestritten wir 50 Auftritte. Im September wurde uns durch Herrn Stadtrat Waldemar Frenzel eine Partnerschaft nach England angeboten. Mit etwas Bedenken wegen des großen Reiseweges und etwaigen Sprachschwierigkeiten sagten wir zu. Am 1. Februar 1980 fand in der Festhalle Oggersheim dann die Partnerschaftsunterzeichnung statt. Die Sympathie war auf Anhieb beidseitig zu erkennen.Im selben Jahr wurde auch mit unseren französischen Freunde die Partnerschaft besiegelt. Im diesem Jahr lag der Mitgliederstand bei 140.



1981 fuhren wir zum ersten Mal nach England. Zum Jahresende verzeichnete der Verein 153 Mitglieder.



1983 hatte der Verein einen seiner größten Höhepunkte, in Viernheim fand ein Wertungspiel statt, bei dem wir in drei Klassen starteten. Wir ereichten in der Orchesterklasse den 3.Platz, in der Musikzug- und Fanfarenzugklasse den 2. Platz und einen 1. Platz für die Stabführung.



1985 fand dann das erste Jubiläum statt. Es waren beide Partnervereine present. Wir spielten zusammen mit der Union de Woippy und der Haverettes Girls Band vor der Klosterkirche "Fahrende Musikanten".



1999 schlug die Stunde der Wahrheit.Wir fuhren zur Landesmeisterschaft Rheinland-Pfalz nach Mayen. Dort erreichten wir die Bronze-Medaille.



2000 unser Jubiläumsjahr, wir mussten nun für die Feierlichkeiten die Weichen stellen.Das Jubiläum wurde mit 4 Veranstaltungen gefeiert. Höhepunkt war das 1. Oggersheimer Tattoo, das auf dem Schillerplatz in Oggersheim statt fand. Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten war es wieder Zeit für einen Umschwung im Musikverein Oggersheim. Edgar Berger, der seit 25 Jahren die Stabführung und Ausbildung leitete, übergab offiziell die musikalische Leitung in junge Hände. Simone Strunck als Dirigent und Roger Strunck als Stabführer versuchen die musikalische Zukunft des Vereins in die richtige Bahnen zu führen.



2001 konnten wir auch einige Höhepunkte in unserem Vereinsleben verzeichnen. Unser Auftritt im Pfalzbau anläßlich der Jubiläumsveranstaltungen der Partnerschaft Ludwigshafen - Havering konnte man als gelungen bezeichnen. Gleichzeitig konnten die Verbindungen zu unsere Partnerband "The Haverettes" aktualisiert werden. Eine Einladung zur Fasnachtskampagne 2002 wurde ausgesprochen und auch angenommen. Im Oktober kamen dann die nächsten Höhepunkte : Bei unseren Spielkammeraden aus Oppau konnten wir zum 1. Mal unsere erweiterte Marschformation präsentieren. Die Reaktionen des Publikums zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 3 Wochen später traten wir bei der Landesmeisterschaft in Ludweiler an und nahmen 2 Bronzemedallien mit nach Hause.

2002 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zur Fasnacht konnten wir unsere Partnerband aus Havering, England bei uns begrüßen. Die beiden Bands verstanden sich auf Anhieb, aber nicht nur freundschaftlich, sondern auch musikalisch. Ohne große Proben präsentierten beide Verein zusammen "I will follow him". Mit vielen Tränen, aber nicht ohne eine Einladung auszusprechen, fuhren unsere englischen Freunde nach Hause.
Leider brachte der Sommer uns nicht nur Sonnenschein. Wir verloren unseren langjährigen Proberaum in der Schloßschule, da die Schule zur Gesamtschule wurde. Hilfe war und ist jetzt sehr gefragt. Alle Mitglieder beschlossen zusammenzuhalten und ein eigenes Vereinsheim zu bauen. Dann war die Hilfe der Stadt gefragt. Die Bauvoranfrage ist gestellt, was die Zukunft bringt wird sich zeigen.
Unser Musikfest in diesem Jahr hatte ein besonderes Highlight vorzuweisen. Wir hatten es nicht nur geschafft die Vereine zu einem gemeinsamen Finale zu bewegen, wir schaften es sogar, dass alle gemeinsam "Nehmt Abschied Brüder" spielten. Ein Augenblick der in jedem Musikerherz unvergessen bleibt.

Am 01.11.2002 fuhren wir in unser 1. Trainingslager. Eigentlich als Übergangslösung für die fehlenden Proben mangels Proberäume. Aber wir mussten feststellen, dass alle mit viel Spaß und vor allem mit viel Fleiß dabei waren. Ergebnis war ein neues, bühnenreifes Lied.



Auch 2003 starteten wir mit einem Trainingslager, ebenso erfolgreich wie im Vorjahr. Die Angst, dass die fehlende Probemöglichkeiten dem Verein schaden, bestätigte sich nicht. Im Gegenteil, die Umstände schweißten uns nur noch enger zusammen. Starker Zusammenhalt war gefragt. Unsere Vorstände ließen nicht locker und suchten verzweifelt nach Lösungen.

Nach langem Warten wurde es endlich wahr. Unser 1. + 2. Vorstand waren erneut bei unserer Oberbürgermeisterin zur Vorsprache. Davor hat sich unser 1. Vorstand schriftlich für das leerwerdende Gebäude der Grünflächenbetriebe in der Nähe der Bezirkssportanlage Oggersheim beworben. Da wir sehr viele Fürsprecher hatten und Frau Dr. Lohse auch schon länger unseren Notstand in Sachen Proberäume kannte, lies sie sich nach kurzem Zögern davon überzeugen, dass wir die Räume am dringesten benötigten und erteilte uns den Zuschlag.

Am 25.10.2003 hat die Vorstandschaft die Räume besichtigt und hat beschlossen die recht großen Renovierungsmaßnahmen in Kauf zu nehmen. So dass jetzt hoffentlich nur noch Formalitäten wie der Mietvertrag auf uns zu kommen. Es kam sehr viel Arbeit auf uns zu. Ab 01.11.2003 hatten wir den Schlüssel für unser neues Zuhause. Die Renovierung des ersten großen Raumes begann. Alle halfen tatkräftig zusammen und pünktlich zur Silvesterparty konnten wir Einweihung feiern. Der erste größere Raum war fertig.






Ab 01.01.2004 finden die Proben nun in unserem Vereinsheim statt. Wir freuen uns alle sehr über unser neues "zu Hause". Vor allem bedanken wir uns recht herzlich bei allen Fürsprechen, die uns recht zahlreich unterstützten, für ihre Hilfe. Innerhalb von 2 Monaten haben unsere fleißigen Mitglieder als erstes einen etwas größeren Raum geschaffen, der es uns auch schon ermöglicht dort zu Proben. Noch viel Arbeit steht bevor, aber wir hoffen, dann haben wir unseren idealen Proberaum, sowie auch viel Platz für den gemütlichen Teil und natürlich einen Jugendraum soll es in unserem Vereinsheim geben. Natürlich stand das ganze restliche Jahr unter dem Motto „Renovierung“.



2005



Unser Vereinsheim ist in dem vergangenem Jahr immer weiter ausgebaut und renoviert worden. Ein weiterer kleiner Proberaum ist fast fertig. Viele helfenden Hände haben sich freiwillig und gerne beteilligt. Ohne diese wäre das alles nicht möglich. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Danke an alle Helfer und auch an alle, die Mobiliar oder andere nötigen Dinge gespendet haben.



Im Mai fand erstmals ein Tag der offenen Tür in unserem Vereinsheim statt. Wir präsentierten unser Vereinsleben und zeigten verschiedene Registerproben und absolvierten auch einen Auftritt. Besonders freuten wir uns über ein neues aktives Mitglied, das wir an diesem Tag begrüßen durften. Und im Anschluß konnten wir auch noch weitere Familienmitglieder bei uns willkommen heißen. Auch wenn die Veranstaltung noch nicht so gut besucht war, war sie doch schon erfolgreich.


2005 war ein sehr ereignisreiches Jahr für uns. Im Sommer fuhren wir nach Creutzwald in Frankreich. Dort zeigten wir unsere erweiterte Marschformation. Eine neue Freundschaft konnte geschlossen werden. Wir wurden von guten Freunden empfangen und verbrachten ein tolles Wochenende. Wir zeigten uns von unserer besten Seite und lernten neue Vereine kennen.

Im Oktober präsentierten wir uns dann zu unserem Geburtstag an unserem Tattoo und hinterliesen einen bleibenden Eindruck bei dem Publikum und bei den anderen Vereinen. Unser Tattoo war eine rundum gelungene Veranstaltung, auch wenn sie wegen Regen in die Festhalle verlegt werden mußte. Wir zeigten mal wieder unsere Flexibilitätät. An dieser Stelle auch noch mal ein riesiges Danke an all unsere Helfer, ohne die solche Veranstaltungen nicht möglich wären.
Nachdem wir unsere Formation gezeigt hatten überraschten wir das Publikum zum Finale mit einem gemeinsamen Auftritt mit der Heidelberger District Pipeband. Wir spielten gemeinsam Highland Cathedral. Anschließend spielten wir gemeinsam mit MZ Birkenheide und mit unseren neuen Freunden aus Creutzwald Pomp and Circumstance.
Sonntags konnten wir dann zum Kreismusikfest 17 befreundete Vereine begrüßen. Auch an diesem Tag konnten wir zeigen, dass Musik keine Grenzen kennt. Mit unseren Freunden aus Dudweiler spielten wir unsere Medley "Nena" und "Moskau" zusammen. Mit den St.Gangloff Pipe and Drums konnten wir dann noch einmal Highland Cathedral spielen.
Zum Finale hatten mehrere Vereine "Pomp und Circumstance" einstudiert. Ca. 150 Musiker spielten dieses Stück zum Abschluß.
Während des Finale brachten uns unsere Freunde aus Sandhofen ein besonderes Geburtagsgeschenk. Sie hatten extra für uns "My way" einstudiert.
Auch dieser Tag hinterlies einen guten Eindruck und aus aller Munde erhielten wir Lob für unsere Auftrittte und für die gelungenen Veranstaltungen.

Am 29. Oktober fuhren wir dann nach Rückers.Wir waren ganz schön nervös, denn wir wußten, dass wir unter lauter "Großen" mithalten mußten. Zu aller Nervositätmußten wir an diesem Tag auch noch auf wichtige Spieler verzichten, unser Bass mußte "auf die Schicht", eine 1.Trompete wurde an den Zähnen operiert und stieg kurzerhand auf die Bassdrum um, ein paar Becken fehlte und kurz vorm Auftritt fiel dann auch noch ein 2. Flügelhorn aus. Aber trotzdem konnten wir auch hier zeigen was wir können. Wir ernteten großen Applaus für unsere Formation und wußten wir können uns auch unter den "Großen" zeigen, auch wenn wir noch viel dazu lernen müssen um wirklich dahin zu kommen.



2006



Ein Jahr voller Fleißarbeit erwartete uns.

Im Mai fand der 2. Tag der offenenTür statt. Und wieder konnten wir ein neues aktives Mitglied begrüßen, weitere Familienmitglieder folgten. Auch über ein wenig mehr Publikum konnten wir uns freuen.

Durch eine großzügige Spende eines Mitglieds, waren wir in der glücklichen Lage unser erstes Sousaphon anzuschaffen. Da unser neues Mitglied bereits ausgebildeter Sousaphonspieler war, mussten wir gleich auf das 2. sparen, was uns glücklicherweise in wenigen Wochen gelang. Somit gibt es seit 2006 erstmals 2 Sousaphone im Musikverein Oggersheim.

Im ersten Halbjahr mussten wir an unserer Fieldshow arbeiten. Im August nahmen wir am Tattoo bei unseren Freunden vom Spielmannszug Kurpfalz Oppau, anlässlich deren 50. Jubiläum, teil. Zum Opening spielten wir mit den anderen 6 Teilnehmern „ Live on the ocean wave“. Dabei maschierten alle zusammen quer über den Platz.

Als erste waren wir dran unsere Fieldshow zu zeigen. Eine kleine lustige und im Nachhinein doch schmerzhafte Panne rundete unsere Präsentation ab. Unser Sousaphonspieler sollte für seine Showeinlage etwas schneller über den Platz laufen. Da es aber nass auf dem Rasenplatz war, kam er ins Rutschen und ist samt Sousaphon hingefallen. Das Instrument hat dabei den Boden noch nicht einmal berührt. Wahrscheinlich rätselt das Publikum heute noch, ob diese Showeinlage einstudiert oder ein Unfall war. Trotz strömendem Regen traten alle Vereine zum Finale an. Alle zogen mit dem Radetzkimarsch auf das Fußballfeld und formatierten sich dort für das Finalstück „Pomp and Circumstance“. Auch das Feuerwerk wurde vom Regen fast ausgelöscht. Trotz dem feuchten Hindernis war es eine unvergessliche Veranstaltung, bei der wir uns sehen lassen konnten, obwohl wir wieder einmal die Kleinen unter den Großen waren.

Auch musikalisch waren wir sehr fleißig. 4 moderne Musikstücke erweitern jetzt unser Repertoire und das 5. ist in Arbeit. Der Musikstil kommt gut beim Publikum an und zeigt uns, dass unsere Arbeit erfolgreich in die richtige Richtung geht.

Im 2. Halbjahr bekammen wir dann auf einmal so viel neue Spieler, hauptsächlich Jugendlich, dass wir nicht mehr wussten woher wir die Instrumente nehmen sollten. Ende des Jahres waren wir ca. 50 Aktive, davon ca. 2/3 Jugendliche. Viel Ausbildungsarbeit war gefragt.

Unser Musikfest war wieder eine gelungene Veranstaltung, bei der ein Finale mit einem gemeinsamen Lied solangsam zur Tradition wird. Immer mehr Vereine machen mit und machen es somit zu einem unvergeßlichen Höhepunkt.
 
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